Spielbericht: Chain of Command Kampagne – „Schlacht von Overloon“ Spiel 2

Willkommen zum Spielbericht zum zweiten Spiel der „Chain of Command“ Kampagne, die gerade zwischen Larsson23 und mir (Ferro) im Games N Dice ausgetragen wird. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal entschuldigen, dass der Spielbericht etwas zu spät kommt (das zweite Spiel ist ja schon zwei Wochen her), aber zum einen habe ich letzte Woche berufsbedingt nicht die Zeit zum Schreiben gefunden und zum anderen musste ich mir überlegen, wie ich die Ereignisse des Spiels in eine stimmige Form bringen konnte.

Aus diesem Grund möchte ich daher mit einer kurzen Rückschau drauf beginnen, was bisher geschehen ist.

1. Hintergrund & Situation nach Kampagnen Spiel 1

Im Herbst 1944 versuchten die Alliierten den während der Operation Market Garden geschaffenen Korridor in Holland und Belgien auszuweiten und auf die Flüsse Maas und Rhein vorzurücken. Die Deutschen antwortete mit Gegenangriffen auf den Brückenkopf bei Venlo. Um diese zu unterbinden versuchten die Alliierten die Stadt Venray am Ufer der Maas einzunehmen. Zwischen Venray und den Alliierten lag das kleine Städtchen Overloon. Nach dem zuerst die Amerikanische 7th Armored Division erfolglos versucht hatte, die Stadt einzunehmen, wurden dann aber von der Britischen 3rd Infantry Division und der 12th Armored Division abgelöst.

Die Situation vor dem zweiten Spiel der Kampagne

Die Situation vor dem zweiten Spiel der Kampagne

Im ersten Spiel unserer Kampagne begannen die Briten mit ihren ersten Angriffen im Umland von Overloon. Auf diese Weise sollte der Deutsche Parameter getestet und mögliche Schwachstellen in der Verteidigungslinie ausgemacht werden. Dem Platoon unter Leftenant Alexander Burlington wurde dabei die Aufgabe zu Teil, entlang des sog. Oploseweg auf die Stadt vorzurücken. Schon bald trafen sie dabei auf einen Deutschen Zug unter der Führung von Leutnant Johann Schröder, der vom lokalen Oberkommando mit der Bewachung dieses Abschnitts betreut worden war.

Das Gefechstfeld vor Overloon im Detail

Das Gefechstfeld vor Overloon im Detail

Es entwickelte sich ein verbissenes Gefecht, bei dem die Britten durch massives Feuer versuchten, die Deutschen aus der Region zu vertreiben. Als Leutnant Schröder erkannte, dass die Position nicht länger zu halten war, zogen sich seine Leute nach Overloon zurück. Die Briten hatten einen ersten, wichtigen Schritt getan und konnten nun direkt auf Overloon vorrücken.

2. Die Situation vor Kampagnen Spiel 2

An diesem Punkt setzt nun unserer zweites Spiel in der Kampagne an. Die Britten haben The Probe, also das Auskundschaften einer Schwäche in der Verteidigungslinie der Deutschen um Overloon und beginnen nun mit dem Angriff auf die Stadt. Schnelles vorrücken und ein Erreichen der Missionsziele ist wichtig, um den Angriff am Laufen zu lassen.

Die Deutschen haben Spiel 1 zwar verloren, sind aber noch nicht besiegt. Schröders Zug hat sich in die Stadt zurückgezogen und bereitet nun die Verteidigung ihres Frontabschnittes vor. Noch ist es früh in der Kampagne und wenn die Deutschen den zu erwartenden, Britischen Angriff aufhalten können, haben sie gleich wieder das Momentum aus der alliierten Offensive genommen.

Das Schlachtfeld am Stadtrand von Overloon: 1) Kirchplatz; 2) Wohnhaus am Kirchplatz; 3) Hotel; 4) Wohnhaus am Hotel (Deutsches HQ) und 5) Zugansstraße

Das Schlachtfeld am Stadtrand von Overloon: 1) Kirchplatz; 2) Wohnhaus am Kirchplatz; 3) Hotel; 4) Wohnhaus am Hotel (Deutsches HQ) und 5) Zugangsstraße

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Natürlich werden solche Operationen nicht nur von einem Platoon oder Zug durchgeführt. Die Briten setzten bei Overloon zwei Divisionen ein und die Deutschen hatten zumindest mehrere, ad hoc zusammengestellte Brigaden in den Kampf geworfen. Dennoch werde ich weiterhin bei unseren beiden Zügen unter dem Kommando von Leftenant Burlington und Leutnant Schröder bleiben. Schließlich dreht es sich bei Chain of Command um das Platoon (bzw. den Zug) und auch in der Kampagne spielt das Schicksal unserer Männer ja eine wichtige Rolle.

Daher empfehle ich, dass Geschehene einfach als Teil von etwas ganzem zu sehen. Kämpfen in unserer Kampagne diese zwei Formationen gegen einander, treffen im benachbarten Frontabschnitt vielleicht zwei andere Platoons gerade aufeinander

3. Beteiligte Streitkräfte

Aus diesem Grund hat sich daher nicht viel an der Zusammenstellung des Zuges geändert, unter anderem auch deswegen, weil unsere Verluste im ersten Spiel noch verhältnismäßig moderat waren. Wir treffen also wieder auf weitgehend bekannte Gesichter.

Pearsons Section stellt sich im Kornfeld vor der Stadt auf

Pearsons Section stellt sich im Kornfeld vor der Stadt auf

Aufmerksame Leser werden sich nun sicher daran erinnern, dass Feldwebel Heinrich Müller im ersten Spiel gefallen ist. Die gute Nachricht ist, dass dies ein im Wirrwarr der Schlacht (sprich meiner mangelnden Kenntnis über die Kampagnen-Regeln bei CoC) verbreitete Falschinformation war. Müller ist nur verletzt und befindet sich im Feldlazarett. Er wird in diesem Spiel durch den jungen Feldwebel Beilhofer ersetzt. Dieser zählt Spieltechnisch als Junior Leader, der aber nur einen Befehl pro Aktivierung (statt der üblichen zwei) erteilen kann. Zudem sind die Deutschen Trupps auf Grund ihrer Verluste etwas reduzierter

Trupp Grabowski geht im Wohnhaus am Kirchplatz in Stellung.

Trupp Grabowski geht im Wohnhaus am Kirchplatz in Stellung.

Bedingt durch die Mission hat sich auch der Force Support etwas geändert. Alles in allem sahen die Streitkräfte so aus.

Der Deutsche Zug (gespielt von mir)

Leutnant Johann Schröder (1 Modell; Senior Leader)

Trupp Klinkhammer

Feldwebel Ulrich Klinkhammer (Junior Leader)

4 Schützen mit Gewehren

1 Maschinengewehrteam mit einem MG-Schützen, einem Lader und einem Gewehrschützen

Trupp Müller

Feldwebel Alois Beiölhofer (Junior Leader)

5 Schützen mit Gewehren

1 Maschinengewehrteam mit einem MG-Schützen, einem Lader und einem Gewehrschützen

Trupp Grabowski

Feldwebel Stefan Grabowski (Junior Leader)

4 Schützen mit Gewehren

1 Maschinengewehrteam mit einem MG-Schützen, einem Lader und einem Gewehrschützen

1 Panzerschreck Team (2 Modelle)

Force Support:

Gefreiter Marius Friedrichs (Spotter für 82mm Mortar Batterie)

Der Sherman V "Lil' Missy" unter dem Kommando von Lt. Franklin von der 12th Armored Division erscheint auf dem Schlachtfeld.

Der Sherman V „Lil‘ Missy“ unter dem Kommando von Lt. Franklin von der 12th Armored Division erscheint auf dem Schlachtfeld.

Das Britische Platoon (gespielt von Larsson23)

Leftenant Alexander Burlington (1 Modell)

Leftenant Richard Applebloome (1 Modell)

Pearsons’s Rifle Section (Section Green)

Sergeant Kenneth Pearson (Junior Leader)

6 Rilfemen mit Rifles

1 Bren Section mit einem Bren-Gunner, Assistant und einem Riflemen

Mac Dunnough’s Rifle Section (Section Red)

Sergeant Andrew Mac Dunnough (Junior Leader)

6 Rilfemen mit Rifles

1 Bren Section mit einem Bren-Gunner, Assistant und einem Riflemen

Richardson’s Rifle Section (Section Blue)

Sergeant Niqel Richardson (Junior Leader)

6 Rilfemen mit Rifles

1 Bren Section mit einem Bren-Gunner, Assistant und einem Riflemen

1 PIAT Team (2 Modelle)

1 Light Mortar Team (2 Modelle)

Force Support:

1 M4A4 Sherman Medium Tank (Junior Leader Warden Franklin)

1 Mine Clearance Team (2 Men)

Die Briten rücken also mit etwas stärkeren Support an, als noch in Spiel 1. Auf Grund seines Erfolges hat Burlington vom HQ die dringend geforderte Panzeruntersützung erhalten.

4. Das Schlachtfeld

Unser Schlachtfeld befindet sich diesmal in Overloon bzw. in den äußeren Bezirken der Stadt. Die Briten greifen quasi vom Umland aus die Deutschen Verteidiger an und versuchen, einen Fuß in die Stadt zu bekommen, um von hier aus das Zentrum zu erobern.

Trupp Richardson und der leichte Mörser positioniert sich hinter der Kirche am Friedhof

Trupp Richardson und der leichte Mörser positioniert sich hinter der Kirche am Friedhof

Gemäß dieses Hintergrundes ist unserer Schlachtfeld diesmal deutlich urbaner gehalten und mit vielen Häusern und einigen Hausruinen bestückt. Diese wurden in einer Hälfte des Feldes verteilt um so darzustellen, dass wir uns am Stadtrand befinden und der Angriff vom Umland her kommt.

5. Spielbericht

Wie schon in Spiel 1 werden wieder von primär wichtige Schlüsselmomente der Schlacht beschrieben werden, um damit der offenen Phasenabfolge eines Chain of Command Spiels gerechter zu werden.

Bei Morgengrauen rückten die Britischen Truppen aus, um möglichst günstige Zugangsrouten in die von den Deutschen schwer verteidigte Stadt zu finden. Burlington befahl seinen Männern, möglichst innerhalb der Stadt einen Zugang zu finden, um sich einen blutigen Frontalangriff zu ersparen.

Leftenant Applebloom & Pearsons Trupp rücken auf die Stadt vor, um das Hotel einzunehmen

Leftenant Applebloom & Pearsons Trupp rücken auf die Stadt vor, um das Hotel einzunehmen

Die Deutschen erkannten jedoch, dass irgendwas nicht stimmte und ein alliierter Angriff kurz bevorstehen musste. Leutnant Schröder befahl seinen Männern, die verlassenen Häuser am Stadtrand zu besetzen und richtete sich selber ein Hauptquartier in einem verlassenen Wohnblock ein. Er wollte in der Nähe des noch unerfahrenen Feldwebels Beilhofer bleiben, welcher den verletzten Müller vertrat und vertraute auf die Fähigkeiten von Feldwebel Klinkhammer und Feldwebel Grabowski, die entlang der Hauptstraße in einem alten Hotel und dem Hinterhof eines Wohnhauses am Kirchplatz Stellung bezogen. Dort sollten die MGs in die Fenster des Ersten Stocks um von dort die Straßen und Plätze im Auge zu behalten. Die Infanterie verblieb im Erdgeschoss der Gebäudes, um den Rücken der MGs zu decken.

Dieses wird gut bewacht (Heute befindet sich dort ein Gemischtwarenladen)

Dieses wird gut bewacht (Heute befindet sich dort ein Gemischtwarenladen)

Die Briten konnten jedoch an der äußeren, linken Flanke einen unbewachten Weg in die Stadt finden, der sie bis zur alten Kirche führte. Der Kirchplatz selber war jedoch wieder zu gut bewacht, weswegen die Briten einen Versorgungspunkt hinter der Kirche einrichtete. Dieser lag an günstiger Stelle und verhinderte, dass die Truppen direkt beschossen wurden, wenn sie entlang der Route vorrückten. Ferner orderte Leftenant Burlington seiner Vorhut an, die Hauptstraße nach Overloon beidseitig zu sichern, um auf diese Weise den Weg für die gepanzerte Unterstützung frei zu machen. Der erfahrene Commander des Britischen Platoons wusste jedoch auch, dass er irgendwie Druck auf die Deutschen Linien ausüben musste und befahl daher, eine gute Feuerposition auf die Stadthäuser zu finden.

Sergeant Richardsons Section rückt entlang der Gasse hinter der Kirche vor.

Sergeant Richardsons Section rückt entlang der Gasse hinter der Kirche vor.

(Anmerkung von mir: das beschreibt allein schon die Patrolphase, bei der nicht mal eine Miniatur auf dem Spieltisch stand. Einer der Punkte, welche ich bei dem System so mag)

Als erstes wurde der Trupp von Richardson in die Stadt geschickt und sammelte sich an dem Versorgungspunkt hinter der Kirche. Der leichte Mörser des Platoons feuerte einige Salven auf das Wohnhaus am Kirchplatz, dass von Grabowskis Leuten gehalten wurde, ohne jedoch viel Schaden anzurichten, weswegen Sergeant Richardson befahl, entlang einer kleinen Gasse neben der Kirche vorzurücken und den Deutschen auf diese Weise in den Rücken zu fallen. Sergeant Pearsons Trupp sammelte sich vor der Stadt in einem Kornfeld und eröffnete von da das Feuer auf die verschanzten Deutschen, die sich aber eingeigelt hatten und so den Beschuss weitgehend unbeschadet überstanden.

Dabei gerät er unter Feuer durch den Trupp von Feldwebel Beilhofer

Dabei gerät er unter Feuer durch den Trupp von Feldwebel Beilhofer

Leyftenant Burlington orderte daher schon in einer relativ frühen Phase des Gefechtes die Hilfe von Junior Leyftenant Franklin von der 12th Armored Division an, der entlang der Straße mit seinem Sherman V „Lil‘ Missy“ langsam auf die Stadt zufuhr und die Deutschen mit Maschinengewehrfeuer eindeckte. Der Deutsche Leutnant Schröder erkannte die Gefahr, die von diesem Panzer ausging und orderte der Panzerabwehr Abteilung seines Zuges an, einen sorgfältigen Hinterhalt vorzubereiten. Da jedoch die Linien bereits sehr asymmetrisch verliefen und wie in jedem Häuserkampf die Schlachtlinien immer mehr zerfaserten, konnte der Panzerschreck nur an den Dorfrand gebracht werden und von dort auf den Sherman feuern, ohne ihn jedoch zu beschädigen. Der Panzer antworte mit Abwehrfeuer aus seinen MGs und zwang die Deutsche Panzerabwehr zum Rückzug, wobei ein paar Deutsche zum Teil schwer verwundet wurden.

Es gibt Verluste

Es gibt Verluste

Trotz dieser erfolgreichen Abwehr wollte Franklin „Lil‘ Missy“ und seine Crew nicht unnötigem Risiko aussetzen und in die engen Straßen einer Stadt fahren, in der hinter jeder Ecke ein Landser mit schussbereiter Panzerfaust oder weitere Hinterhalte lauer konnte. Davon konnte er auch Burlington überzeugen, der erkannte, dass Overloon nur im blutigen Häuserkampf genommen werden konnte. Er selber verblieb am Versorgungspunkt vor der Stadt am Kornfeld und orderte Leftentant Applebloom zusammen mit Pearsons Trupp vorzurücken und so einen Weg für „Lil Missy“ freizumachen. Sergeant Mac Dunnough und seine Section würden derweil ihre Position übernehmen und das Feuer auf die Stadt weiter aufrecht erhalten.

Der Panzerschreck nimmt "Lil' Missy" unter Feuer

Der Panzerschreck nimmt „Lil‘ Missy“ ins Visier

Zu gleicher Zeit rückte Sergeant Richardsons Trupp entlang der kleinen Gasse vor; geriet dort jedoch unter MG Feuer aus dem Trupp von Feldwebel Beilhofer, der einige Opfer seitens der Briten forderte. Schnell orderte Richardson, ein paar Rauchgranaten zu werfen und die Gasse einzunehmen. Hastig rückten sie unter Schutz des Rauches vor und wurden dabei vom leichten Mörser und dem Feuer der Briten von außerhalb der Stadt gedeckt. Als sie die Stellungen von Trupp Grabowski erreichten entbrannte ein intensiv geführter Nahkampf zur Sicherung des Kirchplatzes, der auf beiden Seiten Tote und Verwundete forderte. Auch Grabowski wurde verwundete und wurde in Sicherheit gebracht. Richardson und seinen Männern gelang es nach hartem Ringen endlich, das Gebiet um den Kirchplatz unter Kontrolle zu bringen, auch wenn Grabowskis Männer noch nicht komplett aus dem Haus vertrieben waren.

Leftenant Burlington und MacDunnough's Section außerhalb von Overloon

Leftenant Burlington und MacDunnough’s Section am Stadtrand von Overloon

Applebloom rückte mit Perasons Trupp unter dem wachsamen Auge von „Lil‘ Missy“ auf das Hotel vor, in dem sich Feldwebel Klinkhammers Leute verschanzt hatten und den Zugang nach Overloon kontrollierten. Ihr Rücken deckte der Trupp von Beilhofer. Allerdings war der unerfahrene Feldwebel damit beschäftigt, Richardsons Section unter Feuer zu nehmen und verkannte so ein wenig die Gefahr, welche von den Briten dort ausging. Applebloom ließ den Platz um das kleine Hotel mit Rauch einnebeln und befahlt Pearson den Angriff. Vorsichtig aber direkt rückten die Briten vor und es entbrannte ein weiterer, brutaler Häuserkampf, bei dem Raum um Raum und Flur um Flur mit Granaten und Maschinenpistolen genommen werden konnte. Klinkhammers Männer leisteten jedoch erbitterten Widerstand und gaben das Hotel nicht auf, auch wenn der Feldwebel selber wie schon vorher Grabowski verwundet wurde.

Im dichten Rauch rückt Richardson's Section vor.

Im dichten Rauch rückt Richardson’s Section vor.

In dieser chaotischen Phase sollte nun etwas passieren, was die Schlacht nochmal gehörig durcheinander bringen sollte. Als Leutnant Schröder davon erfuhr, dass der Kirchplatz nicht mehr unter der Kontrolle der Deutschen stand und die Briten langsam in die Stadt eindrangen, befahl er dem Gefreiten Friedrichs eine Feuermission ihrer im Hinterland liegenden 82mm Mörser Batterie anzufordern, auch wenn das gefährlich nah an den eigenen Linien war. Bereits wenige Sekunden, nachdem Friedrichs den Befehl weitergegeben hatte, kündigte das schrille Heulen vom herannahenden Unheil und kurz darauf verwandelte sich das Stadtviertel in ein Inferno. Mörser schlugen überall um die kämpfenden Truppen ein, wirbelten Dreck und Schlamm auf, ließen Schrapnelle und Splitter durch die Luft fliegen und schleuderten Körper durch die Luft. Die dabei verursachten Verluste waren schwer. Mac Dunnoughs Section erlitt die meisten, aber auch Pearsons und Richardsons Sections waren betroffen. Das Feuer kostete auch Verluste auf Deutscher Seite und das ganze Schlachtfeld war von beißenden Rauchschwaden durchzogen, der nach Sprengstoff und Beton schmeckte.

Trupp Grabowski trifft auf Richardson und seine Männer beim Ringen um den Kirchplatz

Trupp Grabowski trifft auf Richardson und seine Männer beim Ringen um den Kirchplatz

In dieser Situation erkannte Leutnant Schröder, dass es keinen Sinn hatte, hier weiter zu kämpfen. Zwei seiner erfahrenen Feldwebel waren verwundet, viele seiner Männer bei den Häuserkämpfen verletzt oder getötet worden. Im Schutz des Rauches befahl er den Rückzug, wobei die Deutschen ihre Verwundeten sicher abtransportieren konnten. Leftenant Burlington, der das Gefecht die ganze Zeit von außerhalb mit angesehen hatte, erkannte langsam, dass er gewonnen hatte. Die Verluste waren hoch, weit mehr als noch im Gefecht zuvor, aber sie hatten es geschafft: Overloon war befreit.

Die Stadt liegt unter Mörserbeschuss

Die Stadt liegt unter Mörserbeschuss

6. Nachbetrachtung

Durch den Sieg gelang es den Briten, Overloon einzunehmen und so einen wichtigen Schritt zum Sieg in der Kampagne zu machen. Zwar ist es noch ein langer Weg bis nach Venray, aber die Initiative liegt nun eindeutig bei den Alliierten. Beide Seiten haben deutlich höhere Verluste erlitten als noch im ersten Spiel, doch auf Grund ihres Erfolges können die Briten diese besser verkraften. Vor allem wird sich zeigen, inwiefern der Verlust mehrere Deutscher Offiziere diese beeinträchtigen wird.

Kurzusammenfassung Spiel 1

Ergebnis: Sieg der Briten durch Rückzug der Deutschen

Verluste Briten: 14 Mann (→ für Spiel 3: 2 tot; 4 ok; 3 verwundet) *)

Verluste Deutsche: 14 Mann (→ für Spiel 3: 7 tot; 4 ok; 3 verwundet (davon zwei Junior Leader)

*) Auf Grund ihres Erfolges erhalten die Briten fünf Mann Ersatz für die Gefallenen

Über FerroMetall

Nerd mit Drang zum Bizarren und zur Besserwisserei. Auch bekannt als "Panzer"-Ferro; Pilzesser und Pflanzenfreund. Im Hobby seit 2004.