Event – Der Games N Dice auf der Crisis 2017

Viele Table Top Spieler haben sich dieses Jahr den 4. November 2017 rot in ihrem Kalender angestrichen, denn an diesem Tag fand mal wieder die CRISIS in Antwerpen statt. Die Convention wird jedes Jahr von den Tin Soldiers of Antwerp abgehalten und bietet neben einer Vielzahl interessanter und aufwändig gestalteter Platten verschiedener Clubs aus ganz Europa auch die interessante Möglichkeit, direkt von bekannten und weniger bekannten internationalen Herstellern zu beziehen. Gerade die Möglichkeit, mit kleineren Firmen direkt in Kontakt zu treten und auf diese Weise das ein oder andere Kuriosum zu erstehen, das einem noch in der Sammlung gefehlt hat, macht die CRISIS so sapnnend. Ein weiterer interessanter Aspekt ist der „Bring & Sell“, die Jahre davor „Bring & Buy“ genannt, eine Art Table Top Flohmarkt, wo Privatleute und Shops ihre ausrangierten Projekte oder Überbestände günstig anbieten. Es lässt sich das ein oder andere Schnäppchen machen und vielleicht findet man sogar einen verborgen Schatz.

Auch der Games N Dice war dieses Jahr wieder auf der CRISIS vertreten und möchte in diesem Thread ein wenig seine Eindrücke wieder geben bzw. seinen Loot vorstellen (oder anders formuliert mit seinen Erwerbungen strunzen ;-D)

Eine Besonderheit stellt die diesjährige Sonderminiatur zur Crisis dar. Zum ersten Mal handelt es sich um keine historisch oder zumindest historisch bezogene Figur sondern um einen fiktiven Charakter, Tijl Uylenspiegel (Till Eulenspiegel). Die Darstellung entspricht einer populären Geschichtenreihe in der Tijl und seine Freunde in den Zeiten der flandischen Unabhängigbewegung gegen die Spanier kämpfen .Crisis_2017Mini

 

FerroMetall

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Selbstbildnis meinerseits -Es war noch sehr früh an dem Tag

 Es müsste jetzt das fünfte Jahr gewesen sein, in welchem ich die Con besucht habe. Und auch wenn ich eigentlich nicht der Mensch für solche Massenveranstaltungen bin, so ist es doch zu einer schönen Tradition geworden und sei es nur deswegen, weil die CRISIS ja auch immer ein lustiger Roadtrip mit Vereinsmitgliedern ist.

Ebenso unterschiedlich waren auch meine Erfahrungen in den jeweiligen Jahren. Ich glaube, ich war in keinem Jahr so organisiert zur Messe gefahren wie dieses. Bereits zu Beginn hatte ich mir eine Einkaufsliste gemacht (von der natürlich nicht alles abgehakt werde konnte; man will ja noch Geld zum essen haben) und diese dann auch durchgeht und die Hersteller gezielt aufsucht. Auf diese Weise änderte sich auch mein subjektives Empfinden, denn auf der einen Seite geriet dadurch der Schlender- und Bummel-Effekt, denn so eine Con normalerweise hat, etwas in hinter treffen und die Überraschung hält sich etwas in Grenzen; anderseits war ich aber auch zufrieden, mein Geld in das Investiert zu haben, was ich wollte und konnte so die CRISIS gleich nach der Abfahrt positiv abschließen.

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Der Loot im Überblick

Als Gegenbeispiel möchte ich gerne die letztjährige CRISIS heranziehen. Dort habe ich etwas in der Luft gehangen (wohl auch weil ich damals etwas erkältet war). Der „Bring & Sell“ war leer gekauft und ich hatte keinen wirklichen Plan, was ich machen sollte. Schließlich habe ich mich spontan entschlossen, viel Geld bei  Dave Thomas (dem Perry-Distributor) in Samurai, Ashigaru etc. gesteckt. Ich wusste noch nicht, ob das die richtige Entscheidung war, doch innerhalb des letzten Jahres habe ich daraus zwei Samurai-Buntai und eine Ikko-Ikki Buntai ausgehoben und sogar schon mit ihnen gespielt.  Ein auf der CRISIS gestartetes Projekt binnen einen Jahres fertiggestellt und eines meiner heimlichen Projekte in die Tat umgesetzt (also etwas mir Samurai)

Ich denke es wird klar, dass beide Ansätze eine Con zu erleben durchaus ihre Berechtigung haben und es jeweils der Situation geschuldet ist. Doch genaug philosophiert; kommen wir nun zum für den Leser interessanten Teil: dem Loot

Dieses Jahr lief meine CRISIS ganz nach dem Motto Schuster bleib bei deinen Leisten; sprich das dieses Jahr der Schwerpunkt wieder eindeutig auf 28mm WW2 lag, was ja so ein wenig meine Nische im Hobby geworden ist. Anders als sonst wollte ich diesmal jedoch gezielt ein paar Lücken stopfen, die ich im vergangenen Monate entdeckt hatte. Und da diese vor allem in Sachen Terrain lagen, habe ich wohl noch nie soviel für Gelände wie gestern ausgegeben.

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Ausbeute am Sarissa Stand

Fangen wir damit bei Sarrisa an. Der Big Dog des MDF-Geländes war dieses Jahr soweit ich weiß das erste Mal auf der CRISIS (jedenfalls solange ich da war) und aus diesem Grund natürlich daher Pflicht für mich. Das Sarissa zudem als Preis 1 GBP = 1 Euro anbat, steigerte die Kauflust noch ein wenig mehr. Zu meinen Einkäufen zählen einmal ein MDF-Horsa Glider, der als abschließendes „Sahnestück“ für meine kürzlich fertig gewordenen Britischen Fallschirmjäger zu werten ist, sowie ein Set mit drei kleinen Pillboxes. Letzere habe eine ganz praktischen Nutzen, da einige Bolt Action Szenarien sich um das Halten und Erobern von Bunkern drehen und ich keine richtigen hatte. Gut, streng genommen sind es eigentlich eher britische Home Guard Bunker, aber so eng sehe ich das mangels Alternativen nicht. Und da es auch einige Szenarien mit einer Brücke gibt, packte ich mir gleich noch eine dazu (es ist die gleiche Stahlträger Brücke, die auch Entil Zar schon mal vorgestellt hat)

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Ausbeute von Charlie Foxtrot ModelsDie zweite große Station waren Charlie Foxtrott Models. Der kleine, britische Hersteller von MDF-Gelände hat einige Schöne Gebäude im Sortiment, doch ähnlich wie Sarissa machen sie auch Sachen, welche das Gelände lebendiger und detaillierter wirken lassen. Meine Einkäufe hier waren ein Set mit Farm-Zäunen, ein Schweine-Pferch sowie ein Set Trümmerhaufen, die man an MDF-Häuser leben kann, damit auch die Umgebung der Ruinen etwas lebendiger wirkt. Weiterhin besorge ich mir zwei Minenfelder (denn auch Minenfelder spielen bei BA immer wieder eine Rolle in Szenarien) und eine Bodenplatte für Farmhäuser, damit die Farm nicht auf blanker Erde stehen muss und somit Abwechselung auf dem Feld entsteht.

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Diverse WW2 Sachen

Nachdem ich auf diese Weise den Großteil meines Budgets in Gelände investiert hatte, suchte ich noch nach einigen kleineren Dingen. Meine Blitzkrieg Deutschen benötigen noch einen Mörser und ein Anti Tank Rifle. Eigentlich war ich ja auf der Suche nach dem Light Mortar Team von Warlord (oder einem alternativen Hersteller), aber irgendwie konnte ich da nichts finden, so dass es eben der Medium Mortar wurde (der ist aber glaube ich auch  historisch genauer, weil die Deutschen nichts so sehr auf die leichten Mörser setzten wie z. B. die Briten). Auch das Anti Tank Rifle, Teil eines HQ Blisters von den Perries, ist eigentlich für das DAK, lässt sich aber auch für Ostfront 1941 verwenden. Zudem besorgte ich mir einen kleinen Renault R35 Panzer, den ich als Deutschen Beutepanzer für Normandie-Szenarien bemalen werde. Ferner wollte ich schon länger eine PaK 43 in 28mm und bei Heer46 habe ich sie mir dann gekauft.

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Die beiden Bücher, die ich mir gekauf habe: Daisho und den neuen BA-Kampagnenband

Der Bring & Sell war dieses Jahr bei mir nicht so der Bringer (*badumm tss*). Ich habe mir einen 1:43 Gaz-Truck und ein IL-2 Sturmvoik gekauft, die ich als Air Strike Marker nutzen kann. Besonders gefreut habe ich mich aber über das Daisho Regelwerk. Hierbei handelt es sich um ein Regelsystem für Samurai-Scharmützel im feudalen Japan (bzw. einer Fantasy-Variante namens Nippon xD), das auf dem Osprey-Regelwerk In her Majestys Name basiert und als das bessere Ronin gilt. Ob das stimmt werden wir sehen, aber ich bin froh es gefunden zu haben, da es sonst nur sehr umständlich zu beziehen wäre.

Ihr seht also, dass ich mein Besuch gelohnt hat und die leeren Geldbörse sowie die prall gefüllte Tasche beweisen dies auch. Ich werde mir aber keinen Stress machen und gerade das Gelände jetzt nach und nach zusammenbauen und fertigstellen. Vielleicht gibt es das ein oder andere Review hier, mal schauen.

EntilZar:

Nur noch wenige Schritte...

Nur noch wenige Schritte…

„Die einzige Krise auf die ich mich jedes Jahr freue!“ So lassen sich meine Gedanken jedes Jahr zusammenfassen.

Zum ersten Mal bin ich dieses Jahr nicht selber gefahren sondern als Teil einer Fahrgemeinschft. Reisekomfort nicht der beste aber dafür wenigstens unterhaltsam, lehrreich und voll mit Nerd-Themen und Anekdoten. (8/10, würde wieder buchen).

Es ist immer wieder erstaunlich wie sehr sich von Jahr zu Jahr Antwerpen verändert, die Mega Baustellen aus 2016 waren weniger das Problem, dafür gab es eine neue Umweltzone die es nötig machte den Wagen vorher im Internet zu registrieren. Mittlerweile fährt die Strassenbahn fast an der Halle vorbei und die Schlaglöcher werden von Jahr zu jahr weniger… außer die beim Kopfsteinpflaster die werden immer tiefer *plumps*. Die einzige Konstante hingegen ist das Chaos am Parkscheinautomat, schon seltsam, wie eine Gruppe von 5 Leuten von 40+ wie der Ochs am Berge vor der Kiste steht und versucht, ’nen Parkschein zu ziehen *grummel, grummel* Naja, als Entschuldigung lasse ich mal Unkenntnis/Fehlen von Euro-Kleingeld und den lausigen Touchscreen des Automaten gelten. Das Wetter zeigte wieder seine bekannte Mischung aus Wind mit großen Wolkenlücken am Morgen (gut, um in der Schlange vor der Halle zu stehen), bedeckt am Mittag und Schauern/Regen auf der Heimfahrt

"Wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist" - Moediphus hatte seine neuen Star Trek PnP-Rollenspiel-Minis dabei ... mit 45 Pfund je Box leider zu teuer für einen Spontankauf :-(

„Wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist“ – Moediphus hatte seine neuen Star Trek PnP-Rollenspiel-Minis dabei … mit 45 Pfund je Box leider zu teuer für einen Spontankauf :-(

Auch in diesem Jahr bestand wie immer der Vorsatz darin mit einer langen Liste und vollen Taschen zu kommen und einer Menge Haken, leeren Taschen und vollen Tüten zu gehen. Der Schlachtplan lautete also auch wie im letzten Jahr: Boxenstopp (lange Autofahrt und Warteschlange ist lang), Schnäppchenjagd beim Bring&Sell, dann Orientierungsrunde mit Abarbeiten der Shopping Liste. Nach dem Essen und dem Verstauen der (reichhaltigen) Beute war die zweite Runde fürs gemütlich gucken, stöbern und photografieren gedacht.

Auf der Suche nach was anderem? May '40 bietet Minis der königlich niederländischen Armee die sich dem Aggressiven Nachbarn mutig entgegenstellen

Auf der Suche nach was anderem? May ’40 bietet Minis der königlich niederländischen Armee die sich dem aggressiven Nachbarn mutig entgegenstellen

Wie jedes Jahr haben sich die teilnehmenden Clubs nicht lumpen lassen und zum Teil beeindruckende Tische aufgefahren. Besonders imposant war eine Präsentation von Old Pikeys die einen Überfall auf einen Convoy während der Operation Cobra in der Normandie darstellte.

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immer noch kein Vergleich zum morgentlichen Stau auf der A46

Der Tisch war mit lauter Details gespickt (wie dem deutschen Kommandoposten unter den Bäumen (die schon für sich betrachtet sehr cool waren, kein Vergleich  mit dem 0815-Eisenbahn Zeug das wir im Tagesbetrieb verwenden), der sich ergebenden Besatzung einer ausgeschalteten deutschen Acht-Acht und vielem mehr.) IMG_20171104_133855569

Aber auch andere Tische waren durch ihren Mix aus Epochen, Systemen und Maßstäben immer wieder ein Hingucker. Zu nennen wäre hier (ohne ein Ranking vornehmen zu wollen) der Megatisch Warhammer Fantasy mit seinem Angriff auf eine Festungsmauer, Flames of War in verschiedensten Orten und Zeitepochen, der Angriff der Daleks in Afrika auf einer Dr. Who-Platte und immer wieder bunte und aufwändige Regimenter der napoleonischen Äre oder aus der Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (oder früher)

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Und wie die Tradition es gebietet, hier meine Beute:

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Kurz geschieben, nur 7 Dinge die nicht als Terrain oder Zubehör zählen … (Warbases UK Casualty Marker, Würfel-Rahmen, div. Basen, russ. Strassenbahn/ Sarissa Bahnhof/ Warmill Abfall-Station/ Microart Laster , Container, Tokens/ Goodie-Bag modern Warfare Rahmen/ Gerald Boom Ladenschilder/Infinity-Minis/ GreatEscapeGames DeLorean/ FoW Panzer/ Thomarillon Deko-Zeugs/ Crisis 2017 Event Mini/Brother Vinny totally-not-Widowmaker

Weitere Bilder findet ihr in meiner Gallerie

 

Sir Leon

Milka

Ich sehe was, das du nicht siehst und das wird blau! So in etwa könnte ich meine Crisis dieses Jahr zusammenfassen. Fangen wir vorne an: die Tour war lustig, begann nach einer zu kurzen Nacht irgendwo im Düsseldorfer Osten und nachdem wir alle Besatzungsmitglieder zusammen hatten, ging es los. Die Fahrt war kurzweilig und ich habe einiges über Superhelden von Marvel(?) gelernt. :) Als wir dann nach etwa 20 minuten Warten in der Halle waren, zerschlug sich natürlich unsere Gruppe gleich und schwärmte zum Plündern aus. In der Regel packe ich dann meine Einkaufsliste aus und flitze los, um alles abzugrasen, damit ich nach der Mittagspause in Ruhe die Platten anschauen kann. Von denen gab es dieses Jahr aber nicht so viele und auch nicht alle waren besonders sehenswert. Da war die Veranstaltung schon einmal besser aufgestellt.

Ich konnte aber einige Modelle erwerben, die ich sonst wohl nie zu Gesicht bekommen hätte – so zum Beispiel Offiziere für meine ACW-Truppe von Eagle Figures. Der Hersteller war mir bis dato unbekannt. Außerdem gab es natürlich Abstecher zu Foundry, Redoubt und Dave Thomas. Colonel Bill suchte ich dann noch auf, um einen Fotographen des 19. Jahrhunderts zu erwerben. Stoßrichtung für das nächste Jahr ist klar: mehr für den ACW bemalen und ein bisschen am Gelände für diesen Konflikt feilen.

Kommen wir aber mal zur Beute im Detail:

Crisis loot

 

Zwei ältere WI-Ausgaben mit Titelthemen zum ACW waren mein erster Einkauf, dann kam einiges von der Liste: abgesessene Unionskavallerie, General Custer und sein Stab und Verluste für mein ACW-Projekt von Foundry. Gefallene Pferde von Great Escape Games, um die Kavallerieeinheiten etwas aufzumöbeln, ebenso gefallene Zouaven von Redoubt. Krieg ist eben hart. Ein schwerer Mörser wurde ebenfalls bei Redoubt mitgenommen. Eimerweise MDF-Regimentsbases für ein Mittelalter-Projekt, Meerschweinchen aus Zinn und Lucky Luke als Geschenk für meine Schwester fanden ebenfalls ihren Weg in meinen Rucksack. Der Zaun von Renedra ist auch für den American Civil War.

Indianer!

Ich mag diese Indiander-Modelle ja. :) Eine sehr schöne Platte zum FIW zeigte diese Modelle.

Spectre

Spectre-Miniatures präsentierte auf einem kleinen Tisch eine Szene, die man so in den Nachrichten hätte sehen können.

Riesige Platte

Wenn ich das in 30 Jahren mache, dann habe ich keine Angst vor dem Altwerden. :)

Über FerroMetall

Nerd mit Drang zum Bizarren und zur Besserwisserei. Auch bekannt als "Panzer"-Ferro; Pilzesser und Pflanzenfreund. Im Hobby seit 2004.