Internationale Spieltage SPIEL 2015

Wieder einmal gingen die Spieltage in Essen zu Ende. Wir waren in solider Besatzung am Freitag und/oder Samstag in der Essener Gruga-Halle unterwegs und haben eifrig gespielt, geklönt und gekauft. Lücken in Sammlungen konnten geschlossen, neue Spiele getestet und bekannte Gesichter getroffen werden. Der ein oder andere aus dem Verein soll sich sogar ein neues Spielsystem zugelegt haben. Mit der SPIEL geht der zweite Pflichttermin für diesen Herbst zu Ende. Nach der Messe ist bekanntlich vor der Messe und wir bereiten uns schon einmal gedanklich auf die Crisis vor.

Natürlich präsentieren wir auch wieder unser „Beute“, die wir von der SPIEL nach Hause getragen haben und als Autor des Artikels mache ich gleich einmal unverblümt den Anfang:

Spiel 2015 BeuteNeben einem Brettspiel und einem faltbaren Tokenbehälter bin ich vor allem sehr glücklich über die Ausgabe von Warmaster Ancient, die mich nur 15 Euro gekostet hat. Außerdem konnte ich eine Handvoll alter GW-Modelle abstauben.

EntilZar:

Obwohl ich auch mit großem Interesse wieder durch die Tabletop Halle(n) gewandert bin galt mein hauptinteresse eher den Brettspielen. Auch das meine Wunschliste in vielen Dingen flach fiel dämpfte die Kauflust. Dem entsprechend ist mein Loot auch weniger TT-Lastig ausgefallen:IMG-20151010-WA0001Das wichtigste ist das Thunderbirds-Brettspiel welches ich im Kickstarter gebacked hatte und das ich auf der Messe abholen konnte. Das links neben dem 7Wonders sind Sägeklingen von OLFA und 2 Fineliner die mit Airbrushfarben befüllt werden können. Das exotischste (was auch auf meiner Liste stand) ist eine Modding-Feder für meine Longshot von NERF.

Ach und zum Thema kurioses Schnäppchen bleibt noch dieses 5-Euro Pinguin-Balancierspiel das bei der nächsten Weihnachtsfeier mit Bejeweled konkurrieren darf *g*

Ach und zum Thema kurioses Schnäppchen bleibt noch dieses 5-Euro Pinguin-Balancierspiel das bei der nächsten Weihnachtsfeier mit Bejeweled konkurrieren darf *g*

hel:

Meine Beute fiel vergleichbar groß aus. Ich/wir war(en) diesmal auch wieder zwei Tage unterwegs und konnten einige Spiele testen und da uns die meisten gefielen auch gleich mitnehmen.

Der erste Gang war natürlich der zu den Freibeutern. Dort strich ich für meine OLHG die vier neuen Söldner, El Grandulon und den neuen Kampagnenband ein. Außerdem sicherten meine bessere Hälfte und ich uns jeweils die neue limited und sie füllte noch Ihre Amzonen mit den Neuheiten auf.

Für das heimische Spielregal landeten gleich drei schöne 2-Player-Games im Rucksack. Das Siam, das wir zusammen mit Sir Leon testeten und auch zu seiner Beute zählt, kauften wir gleich zweimal, einmal davon als Geschenk. Die Arena von Tash-Kalar ist ein Duell-Spiel (mit 4-Spieler-Variante) mit echtem taktischen Tiefgang und ein Riesenspaß. Meine Test-Empfehlung an Alle, die es noch nicht kennen. Zombie vs. Cheerleader war eine gute Empfehlung von Carlos aka Boy Thursday.

Außerdem ergatterte ich nach längerem Suchen noch Zeitalter des Krieges, das Entil Zar bei dem einen oder anderen Vereinssonntag als Lückenfüller schon dabei hatte. Mantic verschenkten ihre Gamer’s Edition fast und dann gab es noch als Kleinigkeiten magnetische intelligente Knete (faszinierend) und ein faltbares Filzkörbchen gegen die Godslayer- oder PBI- Markerflut.

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Conan von Monolith

Neben Einkäufen gab es natürlich noch so einiges anderes zu sehen und zu testen. Zu nennen sind natürlich die noch in der Testphase befindlichen Bootsregeln von Freebooter’s Fate. Präsentiert von Hendrik auf Franz‘ genialer Platte. Vor lauter Staunen vergaß ich das Knipsen, aber die Platte kennt ja wahrscheinlich ohnehin jeder dank seiner ausführlichen FB-Berichterstattung über den Bastelvorgang. Bei Warlord Games durfte ich einen Blick in die Vorabversion des im November erscheinenden Kunststoff-Starters für Gates of Antares werfen. Sehr sehr ordentlich sah das aus: Eine gute Qualität und ein mehr als ordentlicher Detailgrad. Im Direktvergleich stehen die Kunststoffminis ihren Metallpendants in nichts nach. Die Box soll wohl für 90 Euro kommen und enthält neben schönen 3D-Token, Schablonen und Regelbuch Minis für zwei 500 Punkte-Listen.

Außerdem konnte ich die ersten Minis und teilweise noch improvisierten Spielelemente von Conan auf zwei Testspieltischen begutachten. Sieht schon ordentlich aus. Ich freue mich auf die Auslieferung des Kickstarters (hoffentlich) nächstes Jahr.

 

FerroMetall:

 

Meine Ausbeute ist mehr homogen. Ich habe mir am Stand von Warlord Games Modelle für Bolt Action geholt sowie bei den Jungs von Rubicon einen M5A1 Stuart geholt, den ich auch demnächst etwas näher vorstellen werde. Ansonsten war es eine solide Messe Ich hatte einen Tag Urlaub und bin daher direkt am Donnerstag gefahren, was sich gelohnt hat, da die Messe zu dem Zeitpunkt noch nicht so überlaufen war. Schön fand ich auch, Vereinsmitglied Carstein spontan am Düsseldorfer Hbf getroffen zu haben, so dass wir zusammen zur Spiel fahren konnten. Da wir unterschiedliche Systeme bevorzugen, haben wir auch diverse Stände besucht und begutachtet, wodurch ein schöner, heterogener Blick auf das Hobby möglich war.

 

Auch ich habe mir die Beyond the Gates of Antares Starter Preview angeschaut und werde das System im Auge behalten. Schade fand ich, dass die Plastic Soldier Company offenbar nur mit ihrem Great War Brettspiel angereist war. Gut, auf einer Messe für Brettspiele wundert das nicht, ich hatte aber gehofft, ein paar Decals  für meine BA-Deutschen zu bekommen. Interessant war auch, dass Battlefront aus dem gleichen Grund vor allem als Brettspiel-Publisher auftrat und weniger als Table Top Firma, auch wenn man bereits Team Yankee beachten konnte. Und wer hätte gedacht, dass Battlefront ein WWE-Brettspiel im Sortiment hat? Das letzte WWE-Brettspiel hatte ich vor etwa 23 Jahren Anfang der 90er gespielt, als die Liga noch WWF hieß und die Stars Hulk Hogan, Brett Hart und Rick Martel waren. Geil war der Spruch des Spielers, der sich die Demo gerade hat geben lassen „Ich habe John Cena, ich gewinne automatisch!“ 😀

 

Abschließend blieb eine Frage jedoch ungeklärt: wo waren Soda Pop Miniatures? 😀

Über Sir Leon

Mehr Spieler als Maler, mehr Sammler als Fertigsteller, seit 1995 im Wargaming-Hobby, starke Tendenz zu historischen Systemen und Massenschlachten. Trotzdem ist 28mm der bevorzugte Maßstab. Großes Interesse für das 18. und 19. Jahrhundert in Nordamerika und das europäische Mittelalter. Kommt beruflich aber zu selten zum Spielen und hält sich daher mit (alt)klugen Worten im Blog oder Foren bei der (Hobby-)Stange.