Grübelei: Warhammer „Age of Sigmar“

Vor einigen Tagen sind die downloadbaren Regeln für das Warhammer Fantasy Spin-off Spiel „Age of Sigmar“ veröffentliche worden, und ich sag euch, dass gab einen Shitstorm vom feinsten. Ich hätte nicht gedacht dass so viel Popcorn in mich ‚rein passt :3

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Eigentlich interessiere ich mich nicht für GW Systeme, allerdings sahen die ersten Leaks so neu und anders aus dass ich dachte: „Ach, schau doch mal rein“. Besonders, da die Regeln für null-nada-niente lau sind und ich eh finde, dass klassische „Tolkin“-Fantasy-Spiele momentan ein bisschen unterrepräsentiert sind.

Außerdem hab ich ein bisschen gehofft das ich in irgend einer Multi-Wound „Lebenspunkte“-Tiermenschen Liste meine Confrontation Wölfe benutzen kann.

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Mir ist sofort aufgefallen, dass sich bei WH:AoS (Warhammer: Age of Sigmar) einige typische Merkmale von kleineren Nischensystemen eingeschlichen haben. So darf man jetzt jederzeit messen und auch die Basierung ist nicht mehr strikt vorgegeben, da jetzt alle Reichweiten vom Modell aus gemessen werden. Normalerweise wird zwar die Mitte der Base genommen, aber das geht schon in die Richtung. Auch die Größe des Schlachtfeldes ist nicht mehr vorgegeben.

Auffällig ist auch die Begriffswahl. So werden die typischen Begriffe Spielfeld und Spielzug durch Schlachtfeld und Schlachtrunde ersetzt. Auch die Armee-Listen haben einen neuen Namen und heißen jetzt Warscrolls. Etwas, was viele etwas nervt, ist das starke Denglisch, was aber ein typischer Trend ist, den man von Warmachine und Hordes übernommen hat.
GW und Trend brrrr…..

Ansonsten ist eigentlich nicht viel über die Regeln zu sagen außer, das es etwas entschlackt wurde da komischen Vergleichstabellen und auch Streitpunkt-Schablonen verschwunden sind.

Ganz witzig finde ich allerdings die Spaß-Regeln in denen man Magie-Bannwürfe wiederholen darf, wenn man jünger ist als der Gegner oder man Trefferwürfe wiederholen darf wenn man so tut als würde man auf einem imaginäres Pferd reiten xD.

Ich hoffe mein kleiner Überblick hat euch gefallen und ihr lasst einen Kommentar da.

In diesem sinne legt euch wieder hin

Euer Kuki

kuki du spacko hast du nicht was vergessen

Okay, okay, was man auf jeden Fall erwähnen muss ist, das die Regeln sehr kurz und knapp geschrieben sind. Die Regeln sind auf 4 Seiten gepresst, allerdings sehr klein, in drei Spalten und fast komplett ohne Grafiken. Ehrlich gesagt wirken die Regeln auf mich eher wie eine Beta-Version die man nochmal anständig und mit Beispielen ausformulieren muss. Leider kann ich nichts zur Buchversion sagen. Vielleicht ist die ja besser. Wenn ja, schreibt es doch in die Kommentare würde mich echt interessieren.

Liebe grüße euer…

kuki... drohend

Okay… xD

Das krasseste an „Age of Sigma“ ist allerdings, dass es momentan keine Armee-Organisationsplan und keine Punktekosten gibt. Ich kann quasi so viel aufstellen, wie ich besitze und auch alles doppelt und dreifach. Die einzige Konsequenz ist das mein Gegner ein relativ einfaches Missionsziel bekommt, wenn ich über die Stränge schlage.

Obwohl mir der Nachteil auch egal ist, wenn ich einfach die lameste Einheit die ich finde 15 mal aufs Feld stelle… Ein Novum für die meisten Fantasy Systeme, in denen ja Balanceing und ein faires Spiele-Erlebnis das A und O für ein gelungenen Abend darstellen.
Anders sieht es bei historischen Systemen aus, da sind Spiele ohne Punkte gar nicht so untypisch. Basic Impetus oder DBA haben festgelegte Armee-Listen mit kleineren Optionen. Hierbei kann man auch die großen Systeme von Warlord Games „Hail Cesar„, „Pike and Shot“ oder „Black Powder“ nennen, die zwar ein Punktesystem haben, das aber nur eine Option darstellt. Hier geht es oft weniger um ein ausgeglichenes Spiel, sondern viel mehr um das Darstellen eines historischen Ereignisses. Wenn die eine Seite stark im Vorteil war, dann ist das halt so und wird auch so gespielt.

Meine Theorie des ganzen Konstrukts „Age of Sigma“ ist, das GW es so weit weg vom kompetitiven Spiel wie möglich positionieren wollte, so dass man Schlachten oder Armeeverbände des Warhammer Universums nachspielen soll.

Das würde auch erklären, warum typische Begriffe wie Spielfeld, Spielrunde oder Armeeliste vermieden wurden, denn es geht nicht ums gewinnen. Ein frischer und innovativer Ansatz, mit dem GW ja schon bei ihrem Herr der Ringe Systeml experimentiert hat.

Allerdings stand sich GW da wieder selbst im Weg und hat, wahrscheinlich aus Druck der Aktionäre, das Regelwerk unfertig veröffentlicht und ist mit den Figuren auch auf Nummer sicher gegangen und hat diese so gewählt und gestaltet das in erster Linie 40K Spieler einen Grund haben, sich diese zu kaufen.

Alleine die Idee, dass sich die Armeen selbst Balancen, ist einfach zu naiv und eigentlich hätte eine erfahrene Firma wie Games Workshop das ahnen müssen.

Mein Fazit zu „Age of Sigmar“ : Schade

Über Kuki

Zocken und Größenwahn sind genau mein Ding. Feel free to hate, I can take it